Achtung: Verwechslungsgefahr

Die Schafgarbe ist optisch einigen anderen Pflanzen ähnlich. Darunter sind auch einige hochgiftige Pflanzen, die bereits bei Berührung starke Schäden auf der Haut verursachen können.

Bevor ein unerfahrener Sammler mit dem Pflücken von wild wachsender Schafgarbe beginnt, sollten die Spezifikationen und Fotos der verschiedenen Pflanzen, die ähnlich wie die Schafgarbe aussehen, genau angesehen werden. Besonders der Riesenbärenklau und der Gefleckte Schierling sind stark giftig. Sogar geringe Dosen können unter bestimmten Umständen zum Tode führen.

Häufige Verwechslungsgefahr besteht mit folgenden Pflanzen

Wiesen-Schaumkraut

Zu den ungiftigen Doppelgängern der Schafgarbe zählt das Wiesen-Schaumkraut, das außerdem als wilde Kresse bezeichnet wird. Auch sie wächst an Wegrändern und Wiesen. Allerdings liebt sie im Gegensatz zur Schafgarbe viel Feuchtigkeit und ist daher auch gern an Ufern oder feuchten Stellen zu finden. Das Wiesen-Schaumkraut wird ebenfalls in der natürlichen Medizin genutzt, es verliert aber viele seiner Wirkstoffe, wenn es getrocknet wird. Daher wird dieses Heilkraut meist frisch verwendet. Ähnlich wie die Schafgarbe sind Bitterstoffe und ätherische Öle enthalten. Neben der anregenden Wirkung auf Leber und Niere lindert das Wiesen-Schaumkraut ebenfalls Unterleibsschmerzen. Daher ist es nicht unbedingt schlimm, wenn beim Pflücken von Schafgarbe das eine oder andere Zweiglein des Wiesen-Schaumkrauts mitgepflückt wird.

Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau kann, wenn er nicht voll ausgewachsen ist, mit der Schafgarbe verwechselt werden. Selbst die Berührung der Pflanze mit der Haut kann schwere verbrennungsartige Blasen auf der Haut zurücklassen. Doch auch das vegetative Nervensystem, gerade bei Kindern, kann durch die bloße Berührung geschädigt werden. Bereits nach etwa einer Viertelstunde kann die Haut starke Blasen und Hautendzündungen davontragen. Die Verbrennungen durch den Riesenbärenklau hinterlassen unschöne Narben und Pigmentstörungen. Zudem heilen die Wunden und Hautentzündungen sehr schlecht, wenn der Riesenbärenklau seinen Saft auf der Haut hinterlassen hat.

Gefleckter Schierling

Der Gefleckte Schierling ist ebenfalls hochgiftig (Er wurde vor allem im Mittelalter als beliebtes Gift verwendet) und sieht leider der Schafgarbe recht ähnlich. Allerdings wird er ähnlich wie der Riesenbärenklau deutlich höher als die Schafgarbe, wenn die Pflanze voll ausgewachsen ist. Unterscheidungsmerkmale sind die geteilten Blätter und rötliche Flecken an den Sprossen, die zusätzlich noch bereift sind. Ein ganz klares Merkmal ist der unangenehm muffige Mäusegeruch, der dem Gefleckten Schierling entströmt. Vor allem in den Früchten sind die giftigen Stoffe stark konzentriert, wenn diese noch unreif sind. Zunächst tritt bei einer Vergiftung ein starker Brechreiz auf, der dann von einem Verlust des Sprech- und Schluckvermögens abgelöst wird. Nach Muskelkrämpfen kann der Tod durch Atemlähmung eintreten.

Bei den folgenden Symptomen muss daher möglichst sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden:

  • Atemlähmung
  • Schluckbeschwerden
  • Muskelkrämpfe
  • Erbrechen
  • Brennen im Mund- und Rachenraum
  • Schweißausbrüche
  • Durchfall