Schafgarbensirup – Anwendung, Wirkung, Produkte

Damit auch Kinder oder Menschen mit Leberleiden die positiven Eigenschaften der Schafgarbe gefahrlos nutzen können, kann ein Schafgarbensirup hergestellt werden.

Im Gegensatz zur Tinktur ist hier absolut kein Alkohol enthalten. Besonders bei Menstruationsbeschwerden oder Wechseljahrsproblemen kann auch ein Tee mit dem selbst gemachten Sirup gesüßt werden. So entsteht eine harmonische Verstärkung der Wirkweise.

Ein sirup selbst gemacht – das Rezept

Es werden etwa drei bis fünf Hände Blüten benötigt. Außerdem gehören zu dem Rezept etwa 20 Gramm Zitronensäure und zwei bis drei Zitronen. Statt Zitronensäure kann auch Weinsteinsäure für die Sirupherstellung genommen werden. Neben etwa zwei Litern Wasser wird noch ungefähr 1,5 Kilo Zucker für die Herstellung des Sirups benötigt.

Zutaten:

  • 3 bis 5 Hände Blüten oder Kraut
  • 2 bis 3 Zitronen
  • 20 Gramm Zitronensäure / Weinsteinsäure
  • 1500 Gramm Zucker
  • 2 Liter Wasser

Den Sirup selbst kochen

Der Zucker wird in dem Wasser aufgekocht, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Nach kurzer – aber nicht vollständiger Abkühlung werden die Blüten in die Flüssigkeit gegeben.

Wenn Bio-Zitronen oder unbehandelte Zitronen verwendet werden, brauchen diese lediglich gewaschen und in Scheiben geschnitten zu werden. Herkömmliche behandelte Zitronen sollten jedoch geschält werden. Die Zitronen werden gemeinsam mit der jeweiligen Säure zu der Flüssigkeit zugefügt.

Der Sirup sollte in einem Porzellan- oder Glasgefäß abkühlen und etwa drei Tage lang ziehen. Anschließend wird der Sirup durch ein Sieb gegossen, bis die Pflanzenteile abgetrennt sind. Alle Pflanzenteile können noch in ein Geschirrtuch gegeben werden, um ausgedrückt zu werden. Soll der Sirup schön klar werden, kann dieser ebenfalls durch das Tuch abgesiebt werden.

Haltbar machen des Sirups

Der Schafgarbensirup hält im Kühlschrank nur wenige Tage, daher wird er meist eingekocht. Dazu füllt man den Sirup in Einkochflaschen. Diese sollten aber nicht bis oben hin gefüllt werden, da das Glas sonst platzen kann. In einem Einkochautomaten oder einem großen Kochtopf werden die Flaschen dann für etwa 35 bis 40 Minuten gekocht.

Gerade bei Sirup, von dem häufig nur kleine Portionen benötigt werden, empfiehlt es sich, statt der normalen hitzebeständigen Flaschen einfach kleine Marmeladengläser zu verwenden. Das erleichtert zusätzlich das Einkochen, da die Gläser im Einkochtopf versetzt gestapelt werden können, oder ein deutlich kleinerer Topf genutzt werden kann.