Schafgarbensalbe

Vor allem für angenehme Körpermassagen wird gern eine Schafgarbensalbe verwendet, die u.a. mit dem ätherischen Öl der Garbe hergestellt wird. Die Salbe hilft aber auch bei unterschiedlichen Krankheiten und gegen ein eher kosmetisches Übel.

Vor allem wird sie wegen der zusammenziehenden und blutstillenden Wirkung bei Hämorrhoiden eingesetzt. Häufig ist Schafgarbe in Wärmecremes enthalten, die aus verschiedenen Kräutern hergestellt werden. Diese sind ebenfalls besonders für Massagen sehr angenehm, da sie die Haut automatisch bei der Massage erwärmen.

Schafgarbe in der Salbe – verschiedene Anwendungsbereiche

So vielfältig die Pflanze als Tee oder Auszug einsetzbar ist, so vielfältig ist ihre Anwendung in einer Salbe. Nicht nur die bereits erwähnten Hämorrhoiden schwellen ab und ziehen sich zusammen. Sollten die Hämorrhoiden bereits bluten, wird der Blutfluss gestillt. Gleichzeitig wird durch die entzündungshemmende Wirkung verhindert, dass sich blutige Stellen entzünden können.

Allerdings sollte natürlich bei entzündeten oder stark schmerzenden Hämorrhoiden immer ein Arzt konsultiert werden.

Die zusammenziehende Wirkung der Salbe hat aber noch eine positive Wirkung, die sich schon lange die Schauspieler in Hollywood zunutze machen. Sie verwenden häufig Hämorrhoidensalbe gegen Augenringe. Da ist eine Salbe doch deutlich angenehmer und gleichzeitig pflegender. Die Salbe hilft unter anderem bei:

  • Hämorrhoiden
  • Insektenstiche
  • Risse in den Fersen
  • Augenringe

Fußpflege und trockene Fersen

Selbst wenn keine dicke Hornhaut vorhanden ist, entstehen besonders in den Wintermonaten schnell kleine Risse an den Fersen. Diese können sich sogar so tief in die Haut hineinziehen, das sie beginnen zu bluten. Das ist nicht nur unangenehm und schmerzhaft, die Fersen können sich auch leicht entzünden.

Hier kommt also wieder die entzündungshemmende und blutstillende Wirkung zum Tragen. Zusätzlich werden durch die zusammenziehende Wirkung aber ohnehin die Risse bereits gemindert.

Die pflegenden Anteile in der Salbe dienen zusätzlich dazu, dass die trockenen Hautbereiche gepflegt und regeneriert werden. Besonders wirkungsvoll ist die Salbe, wenn die Füße vorher in einem Fußbad mit Schafgarbenkraut eingeweicht werden.

Zusammensetzung einer salbe

In industriell hergestellten Salben werden häufig Bienenwachs, Schweineschmalz und Ringelblume zugefügt.

Manchmal wird jedoch noch ein Konservierungsstoff hinzugegeben, der vielleicht nicht erwünscht ist. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, stellt sich seine Salbe nach einem dieser alten Rezepte selbst her.

Dazu ist nicht allzu viel Können nötig. Im ersten Rezept wird zum Beispiel lediglich etwas Schafgarbenöl mit Bienenwachs verrührt. Dazu wird das Bienenwachs im Wasserbad angeschmolzen und nach dem Verrühren mit Öl wieder abgekühlt. Etwa 10 ml Öl reichen für 15 Gramm Bienenwachs.

Altes Rezept mit frischen blüten

Ein recht altes überliefertes Rezept wird statt mit Bienenwachs mit Schweinefett hergestellt. Das ist heute natürlich nicht jedermanns Sache. Das Rezept kann allerdings auch mit Butter hergestellt werden. Doch dies sind immer noch tierische Fette, die Vegetarier sicher nicht in ihrer Salbe haben möchten. Dafür ist die Herstellung aber sehr einfach. Die Blüten werden in einer Pfanne mit dem heißen Schweinefett leicht angebraten. Anschließend muss die Mischung zwölf bis 24 Stunden lang ziehen.

Die Salbe wird dann erneut leicht erwärmt, bis sie wieder flüssig ist. Nun kann die Salbe mit einem alten Geschirrtuch gefiltert werden. Wer nichts gegen leichte Rückstände hat, kann auch einfach ein feines Sieb aus der Küche oder einen Teefilter verwenden.

  • 2 Esslöffel Schweinefett / Butter
  • 2 Esslöffel Blüten

Salbe als rein pflanzliche Version

Ähnlich wie das Rezept mit dem Schweinefett kann die Schafgarbe mit einem festen pflanzlichen Fett wie Palmin hergestellt werden. Palmin zum Beispiel wird rein aus Kokosfett hergestellt und hat einen entsprechend angenehmeren Duft, wenn es in der Salbe eingesetzt wird.

Die Herstellung kann genauso erfolgen, wie oben bei dem Rezept mit Schweinefett. Da das Kokosfett nach dem Abkühlen sehr fest wird, ist ein kleiner Spritzer Olivenöl zu empfehlen. So wird die Salbe viel geschmeidiger und leichter verstreichbar. Diese Version ist nicht nur für Vegetarier besser geeignet, sie hält auch ohne Konservierungsstoffe ein wenig länger als die Salbe mit den tierischen Fetten.