Schafgarbensaft – Herstellung, Anwendung, Produkte

Auch der gepresste Saft der Schafgarbe hat in der Medizin und der Homöopathie einen wichtigen Platz. Die Naturheilkunde verwendet bereits seit Jahrhunderten den Saft für eine Art Frühlingskur und empfahl ihn sogar während der Fastenzeit. Der Schafgarbensaft soll Arterienverkalkung nachhaltig mindern und Magenleiden verhindern.

Er kann zwar selbst hergestellt werden, doch das ist mit erheblichem Aufwand verbunden und daher nicht wirklich zu empfehlen. In Apotheken und Reformhäusern gibt es den Saft stets frisch und relativ günstig zu kaufen.

Wirkweise und Anwendungsbereiche des Saftes

Für die meisten Erkrankungen an Magen und Darm ist ein solcher Saft ein idealer Krampflöser, der gleichzeitig entzündungshemmend und blutstillend wirkt. Appetitlosigkeit wird mit Schafgarbensaft ebenso effektiv bekämpft wie Blähungen. Er kann außerdem ergänzend zu einem Leberwickel für die Stärkung der Leber sorgen.

Der Saft kann unverdünnt getrunken werden. Sollte dem Patienten der etwas bittere Geschmack jedoch unangenehm sein, kann der Saft mit Wasser verdünnt werden. Die tägliche Menge sollte bei einem Erwachsenen in etwa 30 ml betragen.

Kindern wird entsprechend etwas weniger verabreicht. Für Kinder eignet sich ein Tee meist etwas besser, da dieser mit Honig gesüßt werden kann und nicht so bitter schmeckt.

Auch in dem Saft der Garbe befinden sich die ätherischen Öle, was sogar bei regelmäßiger Einnahme des Safts wirksam gegen Hämorrhoiden ist.

Die Inhaltsstoffe

Es sollten nur reine Presssäfte aus dem frischen Kraut verwendet werden. Gemischte Kräutersäfte aus verschiedenen Heilkräutern sind nicht so ratsam, da hier häufig die genauen Mengen und Wechselwirkungen nicht nachzuvollziehen sind. Außerdem sollte möglichst kein Zucker in dem Saft enthalten sein.

Produkte, die mit Alkohol oder Konservierungsmitteln haltbar gemacht wurden, sind ebenfalls bei einem Heilkräutersaft nicht zu empfehlen. Vor der Anwendung des Saftes sollte die Flasche immer leicht geschüttelt werden, da sich sonst einzelne Stoffe am Boden absetzen oder ausflocken. Das ist allerdings kein Mangel, sondern ganz natürlich bei einem natürlichen Heilkraut.