Schafgarbenpulver – Herstellung, Anwendung, Produkte

Schafgarbe hilft nicht nur gegen Schmerzen bei typischen Frauenproblemen. Auch die Wundheilung wird begünstigt durch Schafgarbe. Obwohl die Schafgarbe in ganz Europa wächst und auch viel von privaten Sammlern gepflückt wird, gibt es doch einige sinnvolle aufbereitete Formen.

Für viele Zwecke lässt sich da besonders das Schafgarbenpulver verwenden. Sowohl Tee als auch Kompressen oder Sitzbäder lassen sich aus dem praktischen Pulver der Schafgarbe ansetzen.

Ganzjährig einsetzbar – Pulver einfach gewinnen

Natürlich kann die Pflanze getrocknet und aufbewahrt werden. Doch wenn die nützlichen Wirkstoffe das ganze Jahr über praktisch und komfortabel verfügbar sein sollen, ist ein Pulver die einfachere Variante.

Trotzdem kann das Pulver immer noch mit frischen oder getrockneten Teilen der Pflanze kombiniert und angereichert werden. So ist ganzjährig das Heilkraut verfügbar, wenn einmal ein Unfall eintritt. Denn Schafgarbe hat eine blutstillende und entzündungshemmende Wirkung und kann daher schnell bei offenen Wunden angewandt werden.

Natürlich kann eine Heilpflanze nur bei kleineren Wunden hilfreich sein, größere Verletzungen obliegen der Behandlung durch einen Arzt.

Das Pulver kann zunächst in warmem Wasser gelöst werden. Anschließend lässt sich die Wunde mit dem Auszug der Schafgarbe gut ausspülen. Hinterher lassen sich kleine Kompressen mit diesem Auszug der Schafgarbe herstellen, die vorsichtig auf die Wunde aufgelegt werden.

Bei inneren Verletzungen oder Schmerzen empfahl bereits Hildegard von Bingen, das Schafgarbenpulver in warmem Wasser zu lösen und zu trinken. Hier wird auch empfohlen, das Pulver mit warmem Wein zu trinken, während das bei der Tinktur nicht so ratsam ist, da dann Kopfschmerzen auftreten können.

Das pulver bei Wunden

Wie oben beschrieben ist die Pflanze ideal bei kleineren, offenen Wunden. Auch wenn die Wunden gar nicht so plötzlich auftreten – wie etwa bei einer geplanten Operation – ist das Pulver ein gutes Heil- und Hilfsmittel.

Zum Beispiel wird bei einer Operation empfohlen, bereits vor dem OP-Termin etwa zehn Tage lang mehrmals am Tag ein wenig Schafgarbenpulver einzunehmen. Knapp ein Teelöffel kann dazu in Wasser oder Tee aufgelöst werden. Vielfach wird dafür Fencheltee oder Schafgarbentee empfohlen. Nach der Operation sollte die Einnahme weitere zehn Tage in etwa weitergeführt werden.

Die Operationswunde kann ebenso wie oben bei der offenen Wunde beschrieben, mit Kompressen betupft werden. Relativ einfach verfügbar sind ältere Geschirrtücher aus Baumwolle, die für Kompressen gut geeignet sind. Es sollte aber für jede Anwendung unbedingt ein frisch gewaschenes oder gar ausgekochtes Tuch genommen werden.

Statt der Baumwolltücher können auch Mullbinden, Einmalwaschlappen oder Einmalhandtücher genommen werden. Diese Kur mit Kompressen ist nicht nur bei offenen Wunden hilfreich, sondern ebenfalls bei Akne oder offenen Beingeschwüren.

Leber – Magen – Darm – Galle

Schafgarbe ist bekannt für die positive Wirkung auf Magen und Darm. Bei Problemen mit der Leber kann sie sowohl von innen als auch von außen als Kompresse Beschwerden lindern.

Es lässt sich schnell anwenden, sollte aber bei Schwierigkeiten mit den inneren Organen regelmäßig über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Es ist jedoch nicht ausreichend, es einmalig wie ein Magenbitter zu sich zu nehmen. Der Vorteil ist aber, dass man es auch in warme Speisen eingerührt werden kann.

Allerdings sollten die Speisen nach der Zugabe nicht mehr aufgekocht werden. In den Sommermonaten kann es dann recht einfach durch frisches Schafgarbenkraut oder Blüten aus dem eigenen Garten ergänzt oder ersetzt werden.