Schafgarbe in der Schwangerschaft

Die Schafgarbe hat zahlreiche positive Eigenschaften und wird besonders von Frauen vielfach bei Menstruationsbeschwerden und Problemen in den Wechseljahren eingesetzt. Außerdem hat sie die Eigenschaft, den Blutfluss zu hemmen und verhindert gleichzeitig Entzündungen im Körper, da sie eine antibakterielle Wirkung bietet.

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Während einige Stimmen empfehlen, die Schafgarbe auch großzügig in der Schwangerschaft anzuwenden, mahnen viele Experten während einer Schwangerschaft die Schafgarbe lediglich sehr sparsam einzusetzen.

Allerdings kann zum Ende der Schwangerschaft die Schafgarbe Wehen auslösen, was wiederum ab einem gewissen Zeitpunkt erwünscht ist. Wann also wirklich ein Schafgarbentee positiv wirkt, hängt vom Fortschritt der Schwangerschaft ab.

Ausnahmesituation Schwangerschaft

Nicht alle Kräuter oder natürliche Heilmittel, die normalerweise für den Körper gut sind, sollten während der Schwangerschaft eingenommen werden. In dieser Zeit ist der Körper der Frau in einem absoluten Ausnahmezustand, da gibt es Pflanzen und Kräuter, die jetzt gemieden werden sollten.

Einige ätherische Öle können sogar Frühwehen auslösen. Andere stehen unter dem Verdacht, die Plazenta und damit auch das ungeborene Kind zu schädigen. Dabei sind gerade die ersten drei Monate entscheidend.

Während dieser Zeit sollten bestimmte Kräuter wie besonders die Schafgarbe nicht, oder nur in sehr geringen Dosen eingenommen werden. Die Schafgarbe stimuliert in höheren Dosen die Gebärmutter.

Daher nutzten schon in früheren Jahrhunderten Hebammen die Wirkung der Schafgarbe, um Wehen auszulösen und die Geburt einzuleiten. Die meisten Ratgeber empfehlen daher, in jedem Fall während der Schwangerschaft den Tee bei einer geringeren Temperatur als sonst üblich ziehen zu lassen. Gerade bei Kräutertees wie dem Schafgarbentee sollte die Temperatur des Wassers lediglich etwa 60 bis höchstens 65 Grad betragen. Der Tee sollte zudem nicht ganz so lange ziehen, wie sonst.

Geringe Dosierung

Dennoch kann eine geringe Menge Schafgarbe, etwa wie eine Tasse Tee am Morgen, durchaus positive Wirkungen auf eine schwangere Frau haben. Gerade gegen die weitverbreitete Morgenübelkeit ist Schafgarbentee gut.

Gleichzeitig leiden viele Schwangere unter lästigen Hämorrhoiden. Auch hier wirkt die Tasse Tee aus Schafgarbenkraut angenehm lindernd, denn die entzündungshemmende Wirkung hemmt die Hämorrhoiden.

Zudem wirkt das kraut gegen Venenprobleme, die ebenfalls gerade bei Schwangeren gern zu einem Problem werden können. Doch trotz dieser positiven Aspekte sollte Schafgarbe keinesfalls sorglos oder unbedacht eingenommen werden. Wie viele Tassen Tee die einzelne schwangere Frau verträgt, ist ganz individuell und kann vorsichtig ausgetestet werden.

Es sollte jedoch immer ein Arzt gefragt werden, ob er eine Einnahme in diesem Einzelfall für problematisch hält. Bitte vertrauen Sie nicht nur auf die Informationen, welche Ich hier zur Verfügung stelle!

Die Nährstoffversorgung für das werdende Leben

Eine einzige Eizelle ist der Ort, in dem die Kerne nach der Befruchtung der elterlichen Zellen nebeneinander liegen, bevor sie nach etwa 24 Stunden miteinander verschmelzen. Aus dieser einen Zelle entsteht neues Leben. Sie beginnt sich zu teilen – vollkommen unbemerkt von der Frau, in deren Körper dieser wunderbare Vorgang passiert.

Sie teilt sich weiter und weiter und weiter, bis es acht Zellen sind. Dann kommt eine kritische Phase am fünften Tag: Die Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut. Gelingt diese, beginnt die Schwangerschaft.

Dieser winzige Ausflug in die Biologie zeigt, zu was der Organismus imstande ist. Somit verwundert es kaum, dass dieser Prozess nur dann gesund und wohlbehalten für die befruchtete Eizelle ablaufen kann, wenn genug Nährstoffe vorhanden sind. Ohne bestimmte Gruppen an Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen können sich die Zellen nicht oder nicht ausreichend teilen.

Die Ernährung für zukünftige Eltern

Allzu gerne wird gerne schwangeren Frauen Rat über eine ausgewogene Ernährung erteilt, doch im Grunde fängt das „Eltern werden“ bereits mit der Planung an – und hier ist der zukünftige Vater ebenso beteiligt. Seine Ernährung entscheidet ebenfalls ein gutes Stück über die Qualität der Spermien mit, dies nur am Rande. Wenn also von gesunder Ernährung die Rede ist, dann bedeutet das nicht, dass man ab sofort keine Pommes mit Mayo mehr verspeisen sollte, sondern gemeint ist damit, dass dem Körper sämtliche Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden müssen.

Das beginnt mit den bekannten Vitaminen und mündet bei den nicht ganz so bekannten Substanzen. Jeder kennt Vitamin C, dabei hat Vitamin B12 ebenfalls eine wichtige Funktion – gerade im Hinblick auf das Zellwachstum. Deswegen sollten sich werdende Eltern möglichst schon ab der Planung des Nachwuchses fundiert informieren, welchen bedarf sie an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurelementen haben.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bietet ein Dokument an, das 10 einfache, für jedermann zu befolgende Tipps bereithält. Im Grunde beinhaltet das Dokument genau das, was eigentlich hinreichend bekannt ist. Wenig Fett essen, viel Gemüse, Vielfalt und Abwechslung auf den Teller, Getreide und Kartoffeln nicht vergessen, Zucker und Salz in Maßen, dazu genug Bewegung.

Zum Dokument http://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/

Ein unverzichtbares Vitamin für Frauen – vor der Schwangerschaft

Abgesehen davon, dass eine abwechslungsreiche Ernährung den gesamten Organismus mit Nährstoffen versorgt, gibt es einen Ausreißer, der bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft gezielt überwacht werden sollte: Vitamin B9, besser bekannt als Folsäure.

Folsäure gehört zum Komplex der B-Vitamine und ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. So werden beispielsweise die DNA und Proteine durch das Vorkommen von Folsäure maßgeblich beeinflusst. Der Körper selbst kann Vitamin B9 nicht herstellen, er ist darauf angewiesen, genügend über die Nahrung zu erhalten.

Dass Folsäure für werdende Mütter essentiell ist, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist jedoch die Tatsache, dass die meisten Frauen rund drei Monate vor der geplanten Schwangerschaft ihren Folsäurespiegel überprüfen sollten. Denn das Vitamin wird dann gebraucht, wenn sich die Zellen teilen. Die Speicher sollten also gefüllt sein, wenn es zur Befruchtung kommt.
Zudem bildet sich das sogenannte Neuralrohr (Gehirn, Rückenmark, Wirbelsäule) eines Embryos innerhalb der ersten 28 Tage einer Schwangerschaft. Ohne hinreichende Folsäurevorkommen kann es zu sogenannten Neuralrohrdefekten kommen. Ein Zeitpunkt, zu dem viele Frauen ihre Schwangerschaft noch nicht einmal bemerkt haben.

Das ist der Grund, warum einige Länder sogar dazu übergingen, Folsäure einem Grundnahrungsmittel wie Mehl beizumischen. Experten gehen davon aus, dass hierzulande ein allgemeiner Mangel an Folsäure herrscht – einfach aufgrund des veränderten, einseitigen Essverhaltens vieler Berufstätiger.