Ist die Schafgarbe giftig?

Bei vielen Heilpflanzen ist zumindest ein Pflanzenteil giftig, während andere Teile der Pflanze hochwirksam in der Medizin eingesetzt werden können. Bei der Schafgarbe stellen sich die Nutzer natürlich die gleiche Frage nach der Giftigkeit von einzelnen Pflanzenteilen.

Gerade wenn die Schafgarbe selbst gepflückt werden soll, muss sichergestellt sein, dass keine Teile der Pflanze giftig sein könnten. Die Schafgarbe ist seit vielen Jahrhunderten erprobt und hat eine hohe Wirksamkeit bewiesen.

Dabei ist kein Teil der Pflanze giftig oder schädlich. Ein Problem kann jedoch bei einer Verwechslung mit anderen ähnlich aussehenden Pflanzen entstehen, die leider nicht so ungiftig sind.

Über die Heilpflanze

Durch die lange Blütezeit und die weite Verbreitung der Schafgarbe wurde sie schon bei den alten Griechen genutzt. Dabei werden sowohl die Blüten als auch das Schafgarbenkraut oder die Wurzeln der Pflanze verwendet.

Aus den Blüten kann sogar ein wirksames ätherisches Öl gewonnen werden. Auch ein gepresster Saft aus den frischen Teilen der Pflanze ist allgemein beliebt und gebräuchlich. Eine Belastung der wild wachsenden Pflanzen kann jedoch durch Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel hervorgerufen werden, wenn die Pflanze an einem bewirtschafteten Acker geerntet wird.

Auch eine Verunreinigung durch Hunde kann bei wilden Pflanzen auftreten. Das mag zwar nicht direkt giftig sein, wird aber auch der Gesundheit nicht förderlich sein. Sinnvoller ist daher der gezielte Anbau im Garten, der auch eine Verwechslung mit anderen Pflanzen verhindert, die optisch ähnlich aussehen.

Schafgarbe und Haustiere

Während Schafe die Schafgarbe nicht nur gut vertragen, lieben sie das Heilkraut regelrecht. In der Homöopathie für Tiere wird Schafgarbe gern an Pferde mit Verdauungsproblemen verfüttert. Auch Hunden wird daher oft Schafgarbe dem Futter beigemischt. Die Schafgarbe soll bei den Haustieren zwar die gleiche Wirkung haben, wie beim Menschen, wird allerdings von diesen beiden Tierarten wegen der enthaltenen Bitterstoffe eher abgelehnt.

Typische Verwerter von Grünfutter, wie Landschildkröten oder Meerschweinchen mögen und vertragen die Schafgarbe. Auch für die Haustiere ist das Heilkraut Schafgarbe also nicht giftig.

Verwechslungsgefahr

Während die Schafgarbe selbst zwar nicht giftig ist, hat sie durchaus gefährliche Doppelgänger. Vor allem der Riesenbärenklau (siehe auch https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/genehmigungen/herkulesstaude.htm) oder der Gefleckte Schierling können mit der Schafgarbe optisch von ungeübten Sammlern verwechselt werden.

Der Riesenbärenklau wird zwar schon nach kurzer Zeit derartig groß und gewaltig sein, dass er allein wegen seiner großen Blätter und Blütenstände nicht mehr so leicht verwechselt werden kann. Es gibt aber natürlich immer einmal Pflanzen, die etwas im Wuchs gehemmt sind. Der Gefleckte Schierling ist daher für Sammler eher eine Gefahr, denn auch er ist hochgiftig.